Mit Beckenbodentraining und -gymnastik erreichen Sie viele positive Effekte

Die Beckenbodengymnastik für Frauen ist nach der Geburt eines Kindes sehr wichtig. Nicht nur für die Rückbildung, nein, auch zur Vorbeugung eventueller Inkontinenz oder, im schlimmsten Fall, dem Absenken der Organe. Weiterhin dient es auch der Gesundheit und dem Ihrem Wohlfühlfaktor.

Rückbildung und Stärkung der Beckenbodenmuskulatur – aber warum?

Beckenbodenmuskulatur von unten gezeichnetSobald das Kind das Licht der Welt erblickt hat, fangen Sie an, sich damit zu befassen wie Sie Ihre alte Figur wieder bekommen. Die zugenommenen Pfunde sollen schnellstmöglich wieder verschwinden, und das Gewebe soll wieder so schön straff sein wie vor der Geburt. Einen wesentlichen Punkt dürfen Sie aber nicht außer Acht lassen. Mit gezielter Beckenbodengymnastik nach Schwangerschaft kann in Rückbildungskursen nicht nur das schlaffe Gewebe wieder gefestigt werden, sondern auch eine der wichtigsten Muskelschichten im Körper trainiert werden. Und genau das ist im Hinblick auf das Alter sehr wichtig. Denn damit beugt man zum Beispiel einer späteren Inkontinenz vor, oder verhindert das Absenken von lebenswichtigen Organen.

Der Beckenboden trägt gerade in der Schwangerschaft ein enormes Gewicht, und wird sehr stark durch Dehnung beansprucht. Wenn Sie diesen nach der Schwangerschaft nicht gezielt mit Beckenbodengymnastik Übungen trainieren, kann es nach Jahren noch zu massiven, und nicht nur muskulären, Problemen kommen. Sei es, eine Senkung der Scheide, oder das Einhalten des Urins. Rückbildungskurse sind nicht zum Straffen des Gewebes da, denn das passiert automatisch beim Abstillen, sondern viel mehr um den Beckenboden wieder zu trainieren.

Wichtiges, warum denn Beckenbodengymnastik überhaupt notwendig ist

Während der Schwangerschaft dehnt sich nicht nur der Körper, sondern besonders auch der Beckenboden. Das gesamte Gewebe im Körper wird aufgrund der Schwangerschaftshormone weich. Dies kann zu beschwerlichen Erfahrungen, wie Dehnung der Mutterbänder oder weich werden der Knorpelverbindungen führen. Diese Ausdehnungen hinterlassen aber meist keine bleibenden Spuren, da sich das meiste eben zurück bildet. Sie wundern sich bestimmt, das Tage nach der Geburt der Bauch noch so groß aussieht. Das liegt daran, dass die Dehnung neun Monate permanent war. Und genau diese Zeit sollten Sie auch einplanen, um alles zurück zu bilden.

Auch die Beckenbodenmuskulatur benötigt diese Zeit. Die ersten Wochen und Monate nach der Geburt gehören dem regenerieren. Das betrifft die Gebärmutter ebenso, wie die Bauchmuskelfasern und das gesamte Gewebe. Sie werden aber merken, dass Sie nicht mehr so fit sind wie früher. Genau da setzt dann die Rückbildungs- und Beckenbodengymnastik an. Das zentrale Thema der Rückbildungskurse ist die Beckenbodengymnastik. Es werden zwar viele Muskelgruppen beansprucht, aber keine so, wie der Beckenboden. Und da ist gezieltes Training enorm wichtig. Und genau das ist der Mittelpunkt in der Rückbildungsgymnastik, und unterscheidet sich dadurch von jedem anderen Fitnesstraining.

Es ist erwiesen, dass ein beweglicher und kräftiger Beckenboden nicht nur die Rücken- und Bauchmuskulatur unterstützt, sondern auch die Organe, Schultern und Arme, und auch eine wichtige Rolle im Liebesleben spielt. Die meisten Hebammen bieten solche Rückbildungskurse an. Die ersten zehn Stunden dieser Kurse werden von den Krankenkassen meist übernommen. Sind Sie privat versichert, ist es von Vorteil, Sie fragen Ihren Versicherungsgeber ob er den Kurs bezahlt. In der Regel sollten Sie den Kurs innerhalb der ersten vier Monate nach Geburt begonnen, und innerhalb neun Monaten beendet sein. Was aber nicht heißt, dass Sie nicht immer Ihren Beckenboden trainieren können. Die Rückbildungskurse sind der Sport, der gezielt und alleine einen kräftigen Beckenboden trainiert.

Auch nach dem Kurs den Beckenboden weiter trainieren

Es gibt zahlreiche Übungen, die Sie in den Rückbildungskursen erlernen. Egal, ob Sie diese im Sitzen, Stehen oder Liegen machen, oder im sogenannten Vierfüßlerstand, sie müssen richtig trainiert werden. Es reicht nicht, einfach nur die Pobacken anzuspannen, es ist sehr wichtig den Beckenboden gezielt zu trainieren. In der einfachen Version heißt das nichts anderes als Gesäß- und Schließmuskel so anzuspannen, dass es den Beckenboden trainiert. Diese Beckenbodengymnastik Anleitung wird Ihnen in den Rückbildungskursen vermittelt. Aber damit ist es nicht getan. Sie müssen auch zu Hause weiter trainieren, damit der Beckenboden wieder straff wird. Es gibt verschiedene Beckenbodengymnastik DVD, die Ihnen dabei helfen. Wichtig ist es aber auch, mit Beckenbodengymnastik in der Schwangerschaft zu beginnen, damit Sie ein Gefühl für Ihren Beckenboden bekommen, und diesen bereits in der Schwangerschaft trainieren können.

Welche Übungen eignen sich besonders für das Beckenbodentraining?

Da gibt es einige Übungen, mit denen Sie bereits am ersten Tag nach der Geburt beginnen können. Diese Übungen können Sie dann Tag für Tag weiter ausbauen und ausdehnen, bis Sie ein Gefühl dafür bekommen haben, was Sie sich zu trauen. Da ist zum Beispiel direkt nach der Geburt, wenn es möglich ist, die Tick-Tack-Übung, wobei die unterste Beckenbodenschicht vorsichtig und behutsam angespannt wird, ähnlich dem Rhythmus eines Sekundenzeigers an der Uhr. Oder die Aufsteh-Übung. Setzen Sie sich hin und richten den Rücken gerade auf. Dann heben Sie den Kopf an. Die Füße sind nahe heran gezogen, damit das Gewicht beim Aufstehen direkt auf dem vorderen Fuß liegt. Dann den Beckenboden anspannen, aufstehen und angespannt halten bis Sie ganz stehen. Das sind nur Beispiele für die Beckenbodengymnastik nach Geburt.

Aber es gibt auch Übungen, die Sie nicht durchführen sollten. So zum Beispiel das Austrecken der Beine beim gleichzeitigen Anspannen des Beckenbodens. Aber das kann Ihnen auch Ihre Hebamme sagen.

Zum Schluss noch ein paar Tipps zum Beckenbodentraining

Sie sollten das Training nicht übertreiben. Gönnen Sie Ihrem Beckenboden auch Pausen, und liegen dabei auf dem Bauch. Diese Haltung fördert die Rückbildung der Gebärmutter. Auch das Tragen von schweren Sachen sollten Sie in der ersten Zeit vermeiden. Da gilt dann die Faustregel nichts schwerer zu tragen als Ihr Baby. So schonen Sie den Beckenboden ebenfalls. Ganz wichtig ist auch, die aufrechte Haltung mit leicht angespannten Gesäßmuskeln und elastischen Knien. So entspannt der Beckenboden zusätzlich. Ganz wichtig ist es, auf Ihren Körper zu hören. Beginnen Sie ihr Bauchmuskeltraining erst dann, wenn der Beckenboden wieder in Form ist. Müdigkeit oder gar Muskelkater sollte dazu führen, dass Sie einen Gang heraus nehmen und sich schonen.

Nach der Geburt ist ein Rückbildungskurs und anschließende Fortsetzung der Übungen zu Hause, der beste Weg, den Beckenboden wieder zu stabilisieren und in Form zu bringen. Wenn Sie die Hinweise Ihres Körpers verstehen und die Warnsignale beachten, werden Sie auch nicht Gefahr laufen, sich auszupowern.

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